Soziale Gerechtigkeit

Was geht uns die weltweite Armut an und was haben wir mit ihren Ursachen zu tun? Die Evangelische Akademikerschaft hat sich einer weltweiten Bewegung zivilgesellschaftlicher Organisationen angeschlossen, die zu einer sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Entwicklung beitragen wollen. Die Aktivitäten auf diesem Themenfeld werden maßgeblich vom Arbeitskreis Gerechtigkeit getragen.
Zusammensetzung des Arbeitskreises
Der Arbeitskreis besteht aus zwölf von den Landesverbänden entsandten Kontaktpersonen sowie dem ea-Mitglied im Attac Rat. Er wird für jeweils drei Jahre von der Delegiertenversammlung beauftragt. Die Mitglieder treffen sich i.d.R. dreimal jährlich zu einer fünfstündigen Sitzung und kommunizieren in der übrigen Zeit brieflich. Sie stehen dem Bundesverband und den Landesverbänden als Referenten zur Verfügung.
Entstehung des Arbeitskreises
Entstanden ist der Arbeitskreis mit dem Jahr der Gerechtigkeit 1998/99, einem Projekt der ea aus Anlass des 50. Jubiläums der Bundesrepublik Deutschland und des Ökumenischen Rates der Kirchen. Damals rief die ea dazu auf, das Jubiläumsjahr der Bundesrepublik als ein Jahr der Gerechtigkeit zu begehen, in dem statt Jubelfeiern die Bemühungen um eine gerechtere Gestaltung unserer Gesellschaft Vorrang haben sollten. Durch das Projekt Jahr der Gerechtigkeit sollte "ein Ansatz für eine vorausschauende Ethik zur gerechten Gestaltung der sozialen Systeme dieses Landes und Europas in der einen Welt" gewonnen werden. Beim Abschluss des Projektes entschied die Delegiertenversammlung 1999, dass die ea den begonnenen Einsatz für Gerechtigkeit beibehalten und zu einem "Programm für eine Politik der Nachhaltigkeit" fortentwickeln solle. Daran orientiert sich der Arbeitskreis bis heute.
Publikationen des Arbeitskreises
(als PDF-Dateien abrufbar)
Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Grundsatz-, Impuls- und Informationspapiere erarbeitet, deren Intention darin liegt, auf eine Politik der Nachhaltigkeit hinzuwirken:
Politik der Nachhaltigkeit (1999) entfaltet in 6 konkreten Themenbereichen ein mögliches Programm
Für ein gerechtes Weltfinanzsystem (2001) skandalisiert das Faktum der weltweiten Armut und benennt im Licht der biblischen Botschaft von der Liebe Gottes alternative Strategien für ein lebensdienliches Weltfinanzsystem
Thema: Welthandel (2003) versammelt 10 Diskussionsvorlagen zur Welthandelsordnung mit ethischen Grundsätzen und verschiedenen Problemskizzen globaler Reichweite
Der Staat, der Welthandel und die Zivilgesellchaft (2004) verweist auf die weltweiten Gefahren eines ungesteuerten, nur dem Markt überlassenen Globalisierungsprozesses und setzt auf Solidarität im Globalisierungskontext.
Politik für eine gerechte, zukunftsfähige Gesellschaft (2006/07) formuliert Grundsätze, Einstellungsänderungen und Handlungsmöglichkeiten auf einigen besonders problemhaltigen Politikfeldern.
Energiesicherheit und Klimaschutz (2007) gibt Anregungen zu einem sparsamen Umgang mit Energie.
Bedingungsloses Grundeinkommen (2009) in einer neuen gesellschaftlichen Ordnung der Arbeit. Flyer auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen vorgestellt.
Dreimal konnten Texte zu tagespolitischen Anlässen erscheinen, sog. "Wahlprüfsteine" zu den Bundestagswahlen 2002 und 2005 und Fragen zur Bundestagswahl 2009.
Alle Papiere standen und stehen dem Bundesverband und den Landesverbänden für ihre Veranstaltungen zur Verfügung und wurden darüber hinaus Verantwortungsträgern in Wirtschaft, Politik und Kirche gezielt angeboten.
